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Die seltsame Welt des King Lube III.

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Hundert Jahre Einsamkeit



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Audrey Niffenegger
Die Frau des Zeitreisenden



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12
Sep
2012

Du, weil du Bock hattest zu vögeln (Liebesbrief 106)

Ich entdeckte dich an einer Bushaltestelle. Du saßt, den Mantel fest um dich geschlungen, in einem der unbequemen Drahtgitterkörbe, den Schal um das halbe Gesicht gewickelt, dass kaum mehr als deine Augen zu erkennen waren. Tief versunken huschten deine Pupillen über »Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins« von Milan Kundera. Dein konzentrierter Anblick faszinierte mich, also sprach ich dich an und wir kamen ins Gespräch.

Du, weil du auf den Bus warten musstest.
Ich, weil ich dich anziehend fand.

Als ich dich wieder traf warst du in »Liebesleben« von Zeruya Shalev vertieft. Du erkanntest meine Stimme und lächeltest, ohne vom Buch aufzublicken. Ich fragte, ob wir uns mal treffen könnten, privat, abseits der Bushaltestelle. Du schautest auf, mustertest mich mit einem prüfenden Blick und sagtest schließlich: »Warum nicht?«

Du, weil du Bock hattest zu vögeln.
Ich, weil ich dich sympathisch fand.

Wir trafen uns unregelmäßig und vertrieben unsere Langeweile. Kaum hatte ich mir die Zigarette danach angezündet, blättertest du schon in »Mein Herz so weiß« von Javier Marias. Viel geredet hast du nie und ich hatte geglaubt, im Bett würdest du einen Moment nicht an deine Bücher denken. Ich fragte nicht danach, sondern ob wir mal zusammen ins Kino gehen könnten oder in ein Restaurant. Ohne aufzusehen und ohne musternden Blick erwidertest du: »Warum nicht?«

Du, weil dir langweilig wieder war.
Ich, weil ich mich in dich verliebt hatte.

So vergingen die Wochen und bald sahen wir uns täglich. Wohin wir auch gingen, »Salz auf unserer Haut« von Benoite Groult begleitete uns. Du warst inzwischen ein fester Bestandteil meines Lebens. Aber wir wohnten weit auseinander und verbrachten zu viele Stunden in der Bahn. Deshalb schlug ich vor, zusammenzuziehen. Wir hätten mehr Zeit für einander und könnten uns eine Miete sparen. Während ich alle Vorteile aufzählte unterbrachst du mich: »Warum nicht?«

Du, weil du nichts besseres vorhattest.
Ich, weil ich mich besser fühlte, nicht alleine zu sein.

Du lagst auf der Couch mit »Sie kam und blieb« von Simone de Beauvoir. Du hattest dich dick in eine Decke eingemümmelt und die Füße auf den kleinen Wohnzimmertisch gelegt. Ich setzte mich zu dir, schmiegte mich an und flüsterte dir ins Ohr: »Ich will immer mit dir zusammen bleiben.« Entsetzt sprangst du auf und ließt das Buch fallen: »Warum?«
Dann blieben wir schweigend nebeneinander sitzen.

Du, weil du nicht wusstest wohin.
Ich, weil ich wusste, dass ich dich liebte.

Auf dem Küchentisch stand ein Glas Rotwein, an dem du während »Anna Karenina« von Leo N. Tolstoi nipptest. Ich wollte mit dir über Liebe sprechen und obwohl du sonst nie viel geredet hattest, debattierten wir die ganze Nacht bis in die Morgenstunden.

Endlich begriff ich, dass alles, was du über die Liebe wusstest, nur angelesen war. Ich packte meine Sachen und ging, während du am Küchentisch den Rotwein austrankst.

Du, weil das Buch noch nicht zu Ende war.
Ich, ...
Missscheinsein (Gast) - 12. Sep, 23:26

Du, ...

Du, weil du Liebe leben möchtest?

lube - 13. Sep, 19:10

Du ...
LadylikeKandis - 13. Sep, 20:17

ich, weil ich gegen deine art zu lieben keine chance hatte.

lube - 14. Sep, 09:58

das ist einer der bittersten gründe verlassen zu werden
Lethe (Gast) - 26. Sep, 09:46

***

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Alle Geschichten von King Lube III. sind erstunken und erlogen, jedenfalls das Meiste oder das ein oder andere, also es gibt schon ein bisschen, das nicht ganz der Realität entspricht. Jedenfalls distanziert sich King Lube III. ausdrücklich von seinem Protagonisten und seinem fiesen Charakter. Mit so einem will er nichts zu tun haben. Mit der Bitte um Beachtung.

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