logo

Bitte gehen Sie weiter, retten Sie mich nicht!

Die seltsame Welt des King Lube III.

was es zu sagen gibt

1 Jahr später...
Genau ein Jahr seit dem letzten post....kann ein KING...
Zaubermann - 28. Jul, 21:28
Liebesbrief 216
Ich habe tatsächlich nach langer Zeit mal wieder...
lube - 29. Jul, 07:41
Hanna und Sebastian -...
Hanna und Sebastian - von Thomas Klugkist Ich habe...
lube - 13. Okt, 15:08
Brief
mir ist vollkommen unklar, was dich zu dieser absurden...
lube - 20. Sep, 08:48
Can a Song Save Your...
Absolute Empfehlung.
lube - 30. Aug, 00:02
Eine Unterschrift ist...
Eine Unterschrift ist da leider nicht genug, auch nicht,...
Shhhhh - 21. Aug, 22:32

Alle Links in Popups öffnen

alle Links auf der aktuellen Seite in einem neuen Fenster öffnen 

Mein Lesestoff


Gabriel García Márquez
Hundert Jahre Einsamkeit



Fjodor Dostojewski
Der Idiot


Zeruya Shalev
Liebesleben


Haruki Murakami
Mister Aufziehvogel


Matias Faldbakken
The Cocka Hola Company


Joey Goebel
Vincent


Virginie Despentes
Baise-moi - Fick mich.


Ray Bradbury
Fahrenheit 451



Zadie Smith
Zähne zeigen


Audrey Niffenegger
Die Frau des Zeitreisenden



Web Counter-Modul


Schlechtestes Buch des Jahres

4
Mai
2014

Sprachliche Entgleisung 2

24 Stunden hatte mich die sprachliche Entgleisung 1 aus der Bahn geworfen, bis ich mich wieder ans Buch wagte und weiterlas, aber nur einen Absatz später ging es weiter:

Mit schwarzem Wasser starrt der See zum Himmel, eine dünne Eisschicht überzieht ihn, glanzlos, tote Pupille.

Das ist doch absurd. Sowas kann man doch nicht schreiben. Jetzt wollte ich wissen, wer sowas schreibt und staunte nicht schlecht: die Autorin ist Jahrgang 61. Hallo? Haaaaallo?

3
Mai
2014

Sprachliche Entgleisung

Komme seit langer Zeit endlich wieder zum Lesen und werde gleich mit folgender sprachlicher Entgleisung niedergestreckt:

Die Sonne lacht wie ein Clown am kalten Blau, zwischen Buntblättrigem und Kieferwipfeln hindurch, zwinkert und glitzert im ersten Reif.

Mit viel Wohlwollen hätte ein gutes Lektorat allenfalls das Wort "und" stehen lassen, vielleicht noch mit einem Fragezeichen ergänzt.

29
Dez
2010

Schlechtestes Buch des Jahres - Die Flop 3

Kurz vor Toresschluss ist es raus: Die Flop drei Bücher 2010. Wobei ich den Spitzenreiter noch gar nicht ausgelesen habe, aber ich kann mit Fug und Recht behaupten, dieses Buch hat sie alle an die Wand gespielt. Schlimmer geht nimmer.

Das ärgerliche der Flop 3 ist, dass alle drei Bücher durchaus reizvolle Themen haben, die aber durch mangelhaftes schriftstellerisches Geschick in Grund und Boden zertrampelt wurden. Wirklich schade.

Wenn sie vorhaben eines dieser Bücher zu lesen, dann sollten sie jetzt nicht mehr weiterlesen, denn ich werde mitunter auch das Ende verraten.

Platz 3: John Katzenbach - Der Professor

Lieber John, gut gemeint, schlecht gereimt.

Adrian Thomas, pensionierter Psychologieprofessor, beobachtet die Entführung der 16jährigen Jennifer auf offener Straße und begibt sich auf ihre Suche. Adrian leidet unter eine schnell fortschreitende Demenz, die sich für mein Gefühl ein bisschen sehr schnell entwickelt. Während der Professor orientierungslos, von Halluzinationen in Form verstorbener Angehöriger (die ihm die entscheidenden Tipps geben) geplagt wird, erfährt der Leser, dass die entführte Jennifer Teil einer Web-Snuff-Porno-Inszenierung ist. Hier liegt die Stärke deines Buches, lieber John: Einblicke in die Psychologie der Täter und der Mittäter, die als Voyeure vor ihren Internetbrowsern hocken. Sehr schön. Dagegen nervt der Protagonist. Man will ihm nicht glauben, dass er jemals den Fall aufklären wird und die Anzahl der Zufälle ist zu hoch.


Q:Amazon

Niemanden interessiert die Geschichte des Professors, die als Nebenstrang erzählt wird, um das Buch zu füllen. Ich würde es komplett streichen. Auch die ermittelnde Detective Terri Collins ist völlig überflüssig. Es wäre ein unglaublich starkes Buch, hättest du dich auf "Nummer 4" (das Opfer Jennifer) und die Web-Seite "WHAT COMES NEXT" konzentriert und Jennifer die Möglichkeit gegeben, ihrem Martyrium zu entkommen. Dagegen rechne ich dir hoch an, dass du am Ende fast alle hast sterben lassen, somit bleibt uns eine Fortsetzung der Teams Adrian/Terri mit Sicherheit erspart. Vielleicht hast du es schon selbst gespürt, dass das nix war.

Platz 2: Michael Tietz – Rattentanz

Lieber Michael,

ich habe es schon ausführlich beschrieben. Braucht man eine unglaublich ausführliche Definition mit Beispielen vom Begriff „Klischee“, kann man sich ausgezeichnet in deinem Buch bedienen. Es trieft förmlich davon. Auch diesem Buch liegt ansich eine interessante Idee zu Grunde: was passiert, wenn es von heute auf morgen kein Wasser, kein Strom und somit mittelfristig auch keine Lebensmittel mehr gibt. Kaum zu glauben, aber schon nach wenigen Stunden herrscht Anarchie und Chaos: Überall in Deutschland beginnt das Plündern und Ausrauben und wir befinden uns mitten in einem Endzeitszenario.


Q:Amazon

Lieber Michael, die Presse sagt "Ein gut recherchierter, realitätsnaher Thriller aus Deutschland...". Dein Buch ist in etwa so gut recherchiert wie die Hitlertagebücher. Wie kann man sich nur so einen Bockmist zusammenschreiben, mir würden sich bei jedem Satz die Gedärme verkrampfen. Allerdings Respekt, den Mist auch noch über 800 Seiten platt zu walzen. Und schöne Grüße an deinen Pressefreund, der das Buch offensichtlich nicht gelesen hat.

Platz 1: Lars Keppler – Der Hypnotiseur

Lieber Lars,

ihr werdet schon einen guten Grund haben, euch hinter einem Pseudonym zu verstecken (Autoren sind das Ehepaar Ahndoril). Auch hier eine Idee, die gar nicht so übel ist: An zwei Orten in Gegend von Stockholm werden die zerstückelten Leichen einer Familie entdeckt. Einzig Überlebender ist der schwerverletzte Sohn. Die Vermutung liegt nahe, dass die ganze Familie ausgelöscht werden sollte. Der Kommissar Joona Linna erfährt, dass es noch eine weitere Schwester gibt. Um dem Mörder zuvorzukommen, lässt er den Jungen hypnotisieren, um eine Täterbeschreibung zu bekommen.

Ich will fairerweise zugeben, dass ich meine Schwierigkeiten mit Schweden-Krimis habe: ich finde sie fast ausnahmslos ziemlich mies. Wie bei den meisten anderen Schweden-Krimis ist mir das ganze Vorgehen nicht schlüssig. Vielleicht denken Schweden da anders, andererseits kann ich den Hype um Schwedenkrimis nicht verstehen. Ich mag durchaus das Land und die Leute und will mehr über das Leben der Schweden und Schwedinnen erfahren, aber die Herangehensweise einen Mordfall zu lösen ist mir suspekt und entstammt mehr dem Reich der Märchen.

Anstatt sich also auf den Aufenthaltsort der Schwester zu konzentrieren, den man bei der Recherche des Umfelds umgehend ermittelt hätte, hypnotisiert man den Jungen und hört Dinge, die man nicht wissen wollte. Wie schon bei Katzenbach erzählt ihr die völlig uninteressante und irrelevante Geschichte des Hypnotiseurs Erik Maria Bark, der mir ziemlich gestört scheint, ebenso seine gestörte Frau und sein gestörter Sohn. Auf jeder Seite dachte ich, schlimmer kann es nicht werden und ahnte, dass ich damit unrecht hatte.


Q:Amazon

Aus heiterem Himmel platzt plötzlich eine Hetzkampagne über Bark und seiner "menschenverachtenden" Verhörmethode herein. Kein Mensch weiß, wieso, weshalb, warum und wie überhaupt jemand davon erfuhr, aber ihr fahrt gleich alle Geschütze auf: Schlagzeilen in der Zeitung, im Radio und Fernsehen Diskussionen, die Justizministerin verurteilt das Vorgehen, ehemalige Kollegen distanzieren sich, Amnesty International schaltet sich sein, seinem Sohn wird in der Schule aufgelauert… Hallo? Geht es auch eine Nummer kleiner? Nach dem Gewitter, auf den folgenden zwanzig Seiten kein Wort mehr davon, stattdessen ein Streit der Eheleute Bark, nicht glaubwürdig, die Charaktere gespalten, verhalten sich mal so, mal so, niemals stringent.

Der so kompetente und angeblich „einfühlsame“ Kommissar Joona Linna ist unfähig jemanden zu vernehmen, weil er die grundlegendsten Dinge menschlicher Kommunikation nicht beherrscht, dafür entpuppt er sich plötzlich als Karate-Meister, etwas, was mich schon bei Wallander zur Weißglut brachte: Ich erinnere mich noch gerne an eine Szene, in der Wallander, der ziemlich unsportlich und dazu krank ist, nachts auf einem Acker einen ehemaligen KGB-Agenten, der als Auftragskiller arbeitete, jagt. Ich hätte kübelweise auf das Buch kotzen können. Dieser schwerfällige Sack, der kaum Luft zum Atmen bekam und der eiskalte Killer, der vor Wallander Angst hatte (hä??) und weglief. Realistischer wäre gewesen, der Killer hätte auf Wallander gewartet und ihm eine Kugel durch den Kopf gejagt. VERARSCHT EURE LESER NICHT!

Den Hypnotiseur habe ich noch nicht zu Ende gelesen, ich werde mich noch ein bisschen durchquälen und versuchen dem Buch eine humoristische Seite abzugewinnen. Für mich steht aber jetzt schon fest: Die absolut schlechteste Neuerscheinung in diesem Jahr. Hurra!

5
Aug
2010

Das Buch in dem die Welt verschwand * Wolfram Fleischhauer

Lieber Wolfram!

Zugegeben, der Titel hat mich gereizt. Bücher, die über Bücher handeln sind wie Schokolade: das Verlangen ist groß, doch sofort nach dem Konsum kommt das Bereuen. Nicht bei diesem Buch, denn es ist kein Buch über ein Buch.

Wir befinden uns Ende des 18. Jahrhundert, Lizenziat Röschlaub, Anfang 20, wird auf Schloss Alldorf gerufen, um einen Krankheitsfall zu untersuchen. Doch der Kranke ist bei seinem Eintreffen bereits tot. Röschlaub und Justizrat Di Tassi sind ratlos, was die Todesursache angeht. Röschlaub, ein Experte für Epidemien, entdeckt sowohl eine schwere Erkrankung, als auch eine Vergiftung. Nicht nur die rätselhafte Krankheit scheintsich rätselhaft auszubreiten, auch die Ausbreitung von Kutschenbränden folgt einem Schema. Was wie ein klassischer Krimi mit historischen Hintergrund beginnt, entwickelt sich langsam zu einem politischen Abenteuer und zu einem religiösen, philosophischen Glaubenskrieg. Geheimgesellschaften kommen und gehen, politische Intriegen spinnen sich über das Land und im Untergrund brodelt die Aufklärung.


Q:Amazon

Sprachlich kommt der Roman etwas hausbacken rüber, aber das verzeiht man ihm gerne, weil es dem historischen Kontext angemessen ist.

Deine Geschichte, lieber Wolfram, ist sehr intelligent und fein gesponnen. Mich hat der Aufbau begeistert. Die Wendungen sind schlüssig und nachvollziehbar, immer wieder überraschend und unglaublich unterhaltsam. In kritischen Passagen gelingt es ihm Kitsch zu vermeiden und trotz aller Sachlichkeit passend Emotionen zu vermitteln, nicht viel, aber stimmig. Einziger Wehrmutstropfen: Es werden nicht alle Fragen beantwortet, die das Buch aufwirft und wer wissen will, was das ganze mit dem Titel zu tun hat, wird sich gedulden müssen. Entgegen meiner Erwartungshaltung ist das zentrale Thema deines Roman nicht ein Buch. Sehr unterhaltsam, sehr klug geschrieben, keine Längen, deshalb fünf von fünf Röschlaubs.

30
Jul
2010

Schlechtestes Buch des Jahres - Nominierung

Die erste Jahreshälfte ist rum, Zeit die erste Neuerscheinung für den Titel "Schlechtestes Buch des Jahres 2010" zu nominieren und die Wahl fiel in diesem Jahr ungewöhnlich einfach auf:

"Rattentanz" von Michael Tietz

Das Buch ist so haarsträubend schlecht, dass man aus dem Schreien gar nicht mehr rauskommt, wenn man einmal angefangen hat zu lesen. Besonders dreist die Pressestimme: "Ein gut recherchierter, realitätsnaher Thriller aus Deutschland...". Das ist das große Manko dieses Buches: es ist alles andere als realitätsnah. Der Autor muss ein glühender Fan sämtlicher Krawall-Daily-Dokus der Privatsender sein, anders kann ich mir nicht erklären, wie er auf die hirnrissigen Verhaltensmuster seiner Figuren kommt.


Q:Amazon

Die Idee ist ja ganz nett: Was passiert, wenn unsere gewohnten Versorgungskanäle ausfallen: kein Strom, kein Wasser, keine Lebensmittel etc. - aber die Umsetzung katastrophal, unplausibel, nur auf billige Effekthascherei ausgelegt, ohne Sinn und Verstand im wahrsten Sinne des Wortes. FURCHTBAR!

Tausend Mal besser mit ähnlichem Thema: Ausgebrannt von Andreas Eschbach. Da kann sich Herr Tietz mal einen Brocken abschneiden. Vielleicht sollte man ihm auch noch sagen: in der Kürze liegt die Würze. Diesen Schund auch noch auf über 800 Seiten breit zu treten, ist echt zu viel und verletzt mit Sicherheit die Europäische Menschenrechtskonvention. Gibt es eigentlich noch Bücherverbrennung?
logo

Bitte gehen Sie weiter, retten Sie mich nicht!

Die seltsame Welt des King Lube III.

Künstlerbrot


PfeilAbonniere mich!
Der Roman zum Blog:

„Liebelebenslust
bitte hier entlang ;)


Kauf mich - ich bin billich
Wenn du spenden möchtest, dann klicke hier auf den paypal Button:


texttourismus

Impressum


post (a) king-lube-iii.de

Disclaimer:
Das Verlinken, Weitererzählen, Zitieren und Verwurschteln der Inhalte auf dieser Web-Seite ist für private Zwecke und Angabe der Quelle ausdrücklich erlaubt und erwünscht. Gewerbliche Nutzung nach schriftlicher Genehmigung.

Content:
Alle Geschichten von King Lube III. sind erstunken und erlogen, jedenfalls das Meiste oder das ein oder andere, also es gibt schon ein bisschen, das nicht ganz der Realität entspricht. Jedenfalls distanziert sich King Lube III. ausdrücklich von seinem Protagonisten und seinem fiesen Charakter. Mit so einem will er nichts zu tun haben. Mit der Bitte um Beachtung.

für dich
furchtbare Einzelschicksale
Geheimes WM Sex Tagebuch
Jugendsünden
Kindermund
Liebesbriefe
Literarische Frauen
Literarische Perlen
Paula
Schlechtestes Buch des Jahres
Sprachschatzerweiterung
suche verlegen Verleger
watetallgibb
wie das Leben
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren