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Die seltsame Welt des King Lube III.

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Liebesbriefe werden auch immer kürzer. ;o)
zuckerwattewolkenmond - 17. Mai, 23:55
Liebesbrief 21
.
lube - 17. Mai, 23:34
Liebesbrief 20
Jedes deiner Worte habe ich begierig von deinen Lippen...
lube - 16. Mai, 07:17
Liebesbrief 19
"Rette mich nicht!", hast du zu mir gesagt, "Ich komme...
lube - 15. Mai, 16:02
Liebesbrief 18
Teil deines Lebens zu sein, ist ein Geschenk, das mir...
lube - 14. Mai, 18:34
Die positive Aufnahme...
Die positive Aufnahme freut mich ungemein. Herzlichen...
lube - 14. Mai, 18:33

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Hundert Jahre Einsamkeit



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8
Mai
2012

Herr Akaido

Buch Cover Herr Akaido sammelt schöne TageEin japanischer Fensterputzer, der schöne Tage sammelt; eine Reisende in Neuseeland, für die die Zeit stehen bleibt; Kellner, die unter Tischdecken verschwinden oder ein Kommissar auf nächtlichen Abwegen: So vielfältig die Ereignisse und Lebenswege auf dieser Welt, so vielfältig sind auch die Geschichten in diesem Band.

22 Short Stories jetzt auch als eBook erhältlich für nur 1,99€. Bitte unterstützen Sie uns!

4
Mai
2012

Das Buch zur Lesung - auch als eBook

Ein japanischer Fensterputzer, der schöne Tage sammelt; eine Reisende in Neuseeland, für die die Zeit stehen bleibt; Kellner, die unter Tischdecken verschwinden oder ein Kommissar auf nächtlichen Abwegen: So vielfältig die Ereignisse und Lebenswege auf dieser Welt, so vielfältig sind auch die Geschichten in diesem Band.

Es sind genau beobachtete Stimmungen, leise Zwischentöne und manchmal überraschende Wendungen, die diese 22 Short Storys von Lutz Becker, Jochen Etienne, Norbert Görg, Thomas Grohmann, Michael Helwig, Kirsten Knauf und Gudrun Laser zu etwas Besonderem machen. Sie sorgen dafür, dass die Geschichten nachklingen, auch, wenn der Text schon zu Ende ist.

»... ein reiches Repertoire an Stimmungen, Gefühlen, Bildern und Assoziationen auf engstem Raum.« - Peter Henning

Jetzt auch als eBook erhältlich für nur 1,99€. Bitte unterstützen Sie uns!

Buch Cover Herr Akaido sammelt schöne Tage

30
Apr
2012

Katharina

Ich hatte Sex mit Katharina.
Oder Katharina mit mir.
Wie man es nimmt.
Im Aufzug. weiter...

Katharina

Katharina

Ich hatte Sex mit Katharina.
Oder Katharina mit mir.
Wie man es nimmt.
Im Aufzug.
Zwischen dem achtundzwanzigsten und neunundzwanzigsten Stockwerk.
Dabei hatte sie mir das Messer an den Hals gehalten.
Ich hätte alles für sie getan, auch ohne Messer.
Das wusste sie.
Sie wusste, dass ich sie schon seit langem liebte.

Ich hatte ihr wieder und wieder meine Liebe gestanden. Ich hatte sie angefleht, mir wenigstens einen Chance zu geben. Ich hatte an ihr Gefühl appelliert: Sie musste doch ein Gefühl für mich haben, wenigstens ein kleines, ein unbedeutendes, ein schwaches, irgendwas, was vielleicht wachsen und blühen konnte und ihr Herz für mich schlagen lassen würde. Aber nichts war.

Alles würde ich für sie tun, hatte ich ihr auf Knien gebeichtet. Wirklich alles. Auch ohne Messer. Aber Katharina wollte davon nichts wissen. Sie wollte nicht, dass man ihr nachsagte, sie wäre "so eine". Sie würde sich schon nehmen, was sie wollte, sagte sie und ließ mich verzweifelt zurück.

Ich fragte, was sie denn meinte, mit "so einer"? Das wäre was vollkommen anderes, antwortete sie, wenn sie das zulassen würde, das wäre etwas ganz anderes. Dann würde man auch sagen, die Katharina macht’s mit dem und dem. Im Fahrstuhl. Und dabei ein Gesicht machen wie Hulk. Wenn die Leute schon über sie redeten, dann sollten sie sagen, die Katharina nimmt sich, was sie will. Die Katharina ist "so eine", "so eine andere".

Wenn ich mir zuhause einmal beim Masturbieren Katharinas Brüste vorstellte ...
In Wirklichkeit waren sie ganz anders.
Fester, glaube ich.
Aber mit einem Messer am Hals und Katharinas Befehlston, sie da und da zu lecken, verspürte ich nicht das gleiche wie auf der Couch.

Katharinas Brustwarzen schmeckten auch nicht nach Zimt.
Sie schmeckten nach Seife.

Während Katharina mir ihre fleischigen Melonen ins Gesicht drückte und ich zu ersticken drohte, rammte sie mir ihr Knie rhythmisch zwischen meine Beine und schrie immer zu: "Na, macht dich das geil? Macht dich das geil? Du Schlampe!"

Ich wollte sie mit der männlichen Form von "Schlampe" korrigieren, biss ihr aber dabei versehentlich in einen ihrer Seifennippel. Das quittierte sie mit einer heftigen Knieattacke gegen meine Empfindlichkeit.

"Und jetzt küss mich!", forderte sie, ließ mit dem Messer von meinem Hals ab und packte mich am Schopf.

Schmatzend presste sie ihren nassen Mund auf meinen und als ich ihr gehorsam meine Zunge entgegenstrecken wollte, spürte ich plötzlich ein kaltes Metal zwischen unseren Lippen. Sie züngelte sich an der scharfen Klinge vorbei und ich schmeckte ihr Blut, das sie mir über die Zunge strich.

"Oh, Katharina", stöhnte ich mehr vor Schmerz, als vor Lust, "Oh, Katharina."

Ich wollte mich fallen lassen, so nahe war ich der Erfüllung meiner geheimen Träume. Keine erotische Phantasie in der nicht Katharina die Hauptdarstellerin war. Ich hatte sie von vorne und von hinten, rektal, oral, fatal, normal, egal wie gevögelt. Manchmal glaubte ich vollkommen leergepumpt zu sein, eine ganze Katharina auf meinen Bauch ejakuliert zu haben.

"Steck ihn rein!", schrie sie und ich begann fieberhaft an meiner Hose zu nesteln. Die Knöpfe wollten nicht aufspringen und der Reißverschluss hatte sich gegen mich verschworen. Als ich ihn endlich befreit hatte, stieß mich Katharina unsanft weg. "Ist das alles?", brüllte sie. "Ist das alles? Bin ich dir nicht gut genug? Soll ich ihn abschneiden? Das ist es doch was du willst, wovon du träumst!"

Vom Abschneiden hatte ich allerdings nie geträumt. In meiner Lieblingsvorstellung hatte sie mich eher geritten. Sie saß auf mir, mit blanken Brüsten, die im Takt des Galopps wippten, trug lederne Chaps und einen Cowboyhut.

Dann ging die Tür im Neunundzwanzigsten auf. Katharina verließ vor mir die Kabine und ich beeilte mich meinen Hosenstall wieder zu verschließen, bevor sie mich bemerkte.

29
Apr
2012

Lesung 07.05.2012

Lesung20120507

Bitte zahlreich erscheinen ;)

5
Dez
2011

Heute Abend Lesung im Rautenstrauch-Joest-Museum

Einlass: 19:30h
Beginn: 20:00h
Eintritt: 7€

Rautenstrauch-Joest-Museum
Cäcilienstr. 29-33
50667 Köln
(Nähe Neumarkt)

Peter Henning liest aus seinem aktuellem Roman: "Leichtes Beben", erschienen im Aufbau Verlag.

King-Lube-IIIs Alter Ego, sammt Freunde lesen aus "Herr Akaido sammelt schöne Tage", erschienen bei Books on Demand.

Kommen. Hören. Staunen.

9
Nov
2011

Liebe Leser,

der Grund meiner langen Abwesenheit bestand und besteht aus meiner Mitarbeit an zwei Anthologien. Die erste ist nun fertig und bittet um Ihre wohlgefällige Aufmerksamkeit. Kaufen Sie doch bitte gleich einen ganzen Packen davon und machen Sie sich und allen Ihren Lieben eine Freude damit an Weihnachten ;-)
Und darum geht's:

Ein japanischer Fensterputzer, der schöne Tage sammelt; eine Reisende in Neuseeland, für die die Zeit stehen bleibt; Kellner, die unter Tischdecken verschwinden oder ein Kommissar auf nächtlichen Abwegen: So vielfältig die Ereignisse und Lebenswege auf dieser Welt, so vielfältig sind auch die Geschichten in diesem Band.

Es sind genau beobachtete Stimmungen, leise Zwischentöne und manchmal überraschende Wendungen, die diese 22 Short Storys von Lutz Becker, Jochen Etienne, Norbert Görg, Thomas Grohmann, Michael Helwig, Kirsten Knauf und Gudrun Laser zu etwas Besonderem machen. Sie sorgen dafür, dass die Geschichten nachklingen, auch, wenn der Text schon zu Ende ist.

»... ein reiches Repertoire an Stimmungen, Gefühlen, Bildern und Assoziationen auf engstem Raum.« - Peter Henning

Buch Cover Herr Akaido sammelt schöne Tage
[Klicken und kaufen und sich nicht von den komischen Lieferzeiten bei Amazon beeindrucken lassen. In 3-5 Tage ist das Buch i.d.R. da.]

28
Okt
2011

Lesung für Kurzentschlossene

Wer heute Abend noch nichts vor hat und in der Nähe von Mainz verweilt, ist herzlich zu einer Lesung eingeladen, an der unter anderem Herrn King Lube III. Alter Ego teilnimmt und liest.

Heute, Freitag, 28. Oktober · 19:30 - 21:00

Ort: Bücherei Bischofsheim, Schulstraße 32, 65474 Bischofsheim

13
Mrz
2011

Bestsellerautor mit 845 Euro netto: Hungernde Poeten

Ab nächsten Donnerstag ehrt die Leipziger Buchmesse Schriftsteller. In dem Beruf verdienen wenige gut und viele schlecht. Lohnt er sich trotzdem? VON ALEM GRABOVAC [taz]

2
Mrz
2011

Ich bin sexy!

Ist Sexy-sein nur Frauen vorbehalten oder dürfen sich Männer auch ein bisschen sexy fühlen?

Als ich diesen Morgen in mein Bad schlürfte und dort die deprimierte Waage in ihrer Ecke liegen sah (deren Dienste ich solange vernachlässigt hatte) überkam mich ein wohliges Gefühl, heute wäre ein guter Tag. Ein guter Tag, Gutes zu tun. Also beschloss ich, auch die Waage aus ihrem kümmerlichen Dasein zu befreien und sprang lebenslustig auf ihre Federn. Mein bedeutungsschwangerer Blick auf die vibrierenden Zahlen, verhieß nichts Gutes. Sollte meine Gutmütigkeit mal wieder schamlos ausgenutzt worden sein oder war es wirklich möglich, dass eine Shorts und ein paar Socken den eklatanten Unterschied zwischen angezeigtem und Wunsch-Gewicht erklärten? Ich war angewidert, versetzte der undankbaren Waage einen Tritt, der sie wieder dorthin beförderte, wo sie her kam und hingehörte: In die dunkle staubige Badezimmerecke, dort wo der Wischmopp immer vorsichtig, aber respektos, links und rechts vorbeiputzte.

Ein Blick in den Spiegel entschädigte mich: Ich fand mich sexy. Nein, es lag nicht daran, dass ich meine Kontaktlinsen noch nicht eingesetzt hatte. Es lag daran, dass ich mich wohlfühlte und wusste, dass es ein guter Tag werden würde. Wie konnte ich meinen zahlreichen Eintagsbekanntschaften (sie: „Ruf mich nicht an, ich melde mich bei dir!“) nur verständlich machen, dass ich so sexy war? Und, darf man sich als Mann überhaupt sexy fühlen oder ist das gänzlich den Frauen vorbehalten?

Im Kühlschrank lungerte noch ein vor drei Wochen abgelaufener Joghurt. Ich packte ihn, bevor er die Flucht ergreifen konnte. Er hatte noch eine appetitliche Farbe, roch gut und bestand auch den Geschmackstest. Meine Definition von sexy. Abgesehen vom Verfallsdatum, das bei Frauen zur liebevollen Bezeichnung „Schabracke“ führt.

Als mir bewusst wurde, dass ich gerade im Begriff war Korrelationen zwischen Joghurts und Frauen zu konstruieren, wurde mir auch mit einem Schlag klar, dass die ewige Suche nach dem passenden weiblichen Geschlecht mich bald in die Arme der Psychopharmaka-Industrie treiben würde.

Ist es schon schwierig genug ein erstes Treffen zu organisieren, ist es in der Praxis oftmals fast ein Ding der Unmöglichkeit ein zweites Treffen vereinbaren zu wollen. Schon mehrere Male habe ich als Verhinderungsgrund gehört, es wäre zu riskant. Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich doch noch gar nicht davon gesprochen, dass ich so sexy war. Wovor hatten die Damen Angst? Was sollte schon passieren, wenn man sich an einem neutralen Ort trifft und etwas isst und/oder trinkt? Man liest auch eher selten davon, dass Männer in einem Café über ihr Date hergefallen sind und sie vor versammelter Mannschaft mit Haut und Haar verschlungen hatten.

Eva, mit der ich über solche Dinge offen und ehrlich sprechen kann und die mich mit ihrer Begrüßung, sie fände sich heute so verdammt sexy, erst auf die Idee brachte, ich könnte mich doch auch mal sexy finden, antwortete auf meine Frage, ob sie sich vorstellen könnte, auch ich wäre sexy: "Den einzigen Mann den ich wirklich schön finde, wenn auch nicht anziehend, ist David von Michelangelo". Hallo? Dieser mehr als 4 Meter große Klotz mit tränenden Glupschaugen, den Kraushaaren, in denen sich ein Vogelpaar einnisten könnte, okay, der Po ist ganz knackig, aber auf gleicher Höhe auf der Vorderseite, bitte?, was soll das sein? Ein Petersiliensträußchen mit, ähm, ja was eigentlich, ich finde gar keine Worte dafür! Jedenfalls nichts Schönes, erst recht nicht, was sexy sein könnte.

Naja, ein bisschen habe ich ja in den letzten Jahren zur Seite gelegt und heute ist es durchaus nicht unüblich ein paar kleine notwendige Korrekturen an sich vornehmen zu lassen, dort wo die Natur etwas nachlässig war oder der übermäßige Konsum von Bier und Chips seine Spuren hinterlassen hatte. Nee, aber diese Glupschaugen und die Matte auf dem Kopf, ich weiß wirklich nicht, ob ich dafür Geld ausgeben sollte.

Ich bin sexy!

Also, mit meinen Freundinnen kam ich nicht weiter und wo kann man seine Sexyness besser austesten als in der Sauna? Um diese Sexyness noch einen Hauch raffinierter zu unterstreichen, griff ich zum Rasierer und stutze hier und da noch ein paar Härchen. Perfekt! Los ging die Reise ins Land der Nackedeis und der Selbstwertsteigerung. An der Saunakasse reichte ich der Kassiererin gerade den Geldsschein, als mich mal wieder dunkle Gedanken beschlichen: Was, wenn nur Alte in der Sauna waren? Die Kassiererin zog am Schein. Oder noch schlimmer, nur Männer? Mit einem Ruck entwendete sie mir mein Erspartes und reichte mir mitleidig einen Spindschlüssel.

„Ach was!“, als alter Optimist betrat ich forsch die leere Umkleide, zog mich um, bzw. aus und eilte zur ebenso leeren Saunahalle. Vor einer Tür lagen sie, die vielen bunten Badeschlappen, kreuz und quer, in Eile dort abgelegt. Mit Elan riss ich die Tür auf und stieß gegen einen muskulösen Rücken, hörte vielstimmiges „Tür zu!“ und ein vorwurfsvolles „Sehen sie nicht,? Wir haben Aufguss!“ „Besser als Ausfluss“, konterte ich, aber niemand lachte. „Oder Erguss.“, gab ich klein bei.

Setzen, sechs. Ich drückte mich zwischen zwei Gestalten und realisierte, dass es immer noch schlimmer kommen konnte: ich saß zwischen zahllosen alten, nackten Rentnern, alles Männer.

Dann kam sie. Mitte zwanzig, durchtrainierter sportlicher Körper, langes blondes Haar, selbstbewusstes Auftreten. Sie öffnete die Tür zur gegenüberliegenden Panoramasauna, trat ein und setzte sich auf eine Bank. Im Badeanzug. „Wie ist die denn drauf?“
Schnell sprang ich auf, verließ unter vielstimmigen „Tür zu!“ die eine und eilte sofort in die andere Sauna und setzte mich im rechten Winkel zu ihr. Ich weiß nicht, ob es ihre Stimme war oder die nun vorherrschende Nähe, jedenfalls durchfuhr mich plötzlich ein Blitz, als ich sie sagen hörte: „Du?“. Ja, wir kannten uns und hier rächte sich wieder die pure Eitelkeit ohne Sehhilfe durch die Weltgeschichte zu laufen. Wir hatten uns bereits einmal getroffen und es folgte sogar, oh Wunder, noch ein zweites Treffen, auf meinen Vorschlag hin, im Kino.

Hätte mir bitte jemand vorher sagen können, dass an einem Sonntagnachmittag im Kino die Hölle los ist und ausschließlich Kinderfilme im Angebot sind? Wir hatten also die Wahl zwischen „Lauras Stern“, „Bibbi Blocksberg“ und der „Polarexpress“. Mit guter Miene zum bösen Spiel kaufte ich zwei Karten „Lauras Stern“. Wir saßen noch etwas unbeholfen nebeneinander, der Film lief an, als ich merkte, dass ihr Tränen über die Wangen liefen. Ich war amüsiert, dass sie so ergriffen und emotional war, nahm ihre Hand und flüsterte ihr ins Ohr: „Weinst Du etwa?“ Sofort zog sie ihre Hand zurück und zischte: „Ich bin wütend!“

Ich verstehe die Frauen nicht. Wir verließen das Kino, ohne das Ende gesehen zu haben und sie machte auf zickig, sprach nur noch das Nötigste. Hatte ich das verdient?
Schließlich hatte ich das Kinoprogramm nicht gemacht und wenn ihr „Lauras Stern“ nicht zusagte, wäre sie doch der deutschen Sprache soweit mächtig gewesen, dies zu artikulieren. Nein, da gehen Frauen lieber auf Konfrontation. Endlich einen Grund meinem Macker mal gründlich eins Reinzuwürgen. „Sehe ich aus wie sechs? Wie kann er es wagen mich in diesen Kindermist reinzuschleppen und nicht in Bridget Jones?“ Der einzige der am Rande des Wahnsinns war, war ich.

Unter zahlreichen „Tür zu!“, leerte sich die gegenüberliegende Sauna und es wurde voll im Panoramaschwitzkasten. Mein blonder Engel war hier Bademeisterin und beglückte die nun zur falschen Zeit am falschen Ort Anwesenden mit vier heftigen Aufgüssen, die mich jedes Mal noch ein Stückchen weiter nach unten rutschen ließen. Aufguss für Aufguss fächerte sie mir lächelnd zwei, drei Mal zu. Welche Anstrengung sie auf sich nahm, nur um mich leiden zu sehen. Solche Energien aus reiner Boshaftigkeit und Gemeinheit brachten nur Frauen auf.

Kreislauflos, schwankend zwischen Kollaps und Sterne, schleppte ich mich auf allen Vieren zur eiskalten Dusche, um ins Leben zurückzukehren. Auf dem Weg zum Umkleideraum, viele faltige Bäuche an mir vorbeiziehend, spiegelte ich mich schwach in der Glastür zur Finnischen. Ich richtete mich so gut es ging auf, zwinkerte mir zu und dachte: „Du bist verdammt sexy“.
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Alle Geschichten von King Lube III. sind erstunken und erlogen, jedenfalls das Meiste oder das ein oder andere, also es gibt schon ein bisschen, das nicht ganz der Realität entspricht. Jedenfalls distanziert sich King Lube III. ausdrücklich von seinem Protagonisten und seinem fiesen Charakter. Mit so einem will er nichts zu tun haben. Mit der Bitte um Beachtung.

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